Was brauchst du fürs Wet Wading im Sommer?

Beim Wet Wading tauschst du die Wathose gegen Watschuhe, eine schnelltrocknende Hose und ein Sonnenschutz-Shirt. Dazu kommen Watsocken, Kopf- und Nackenschutz und eine Polbrille. Wer leicht unterwegs ist, watet bei Hitze entspannter und kommt schneller an die Fische – ohne nach einer Stunde im eigenen Saft zu stehen.

Wet Wading beim Fliegenfischen im Sommer

Sonnenschein und Hitze sind die richtige Kombination fürs Wet Wading. Beim nassen Waten reduzierst du auf das Wesentliche und konzentrierst dich auf die Präsentation der Fliege statt auf schwitzendes Neopren. Welche Teile sich bei uns an Traun, Ybbs und Steyr über die Sommer bewährt haben, gehen wir hier Stück für Stück durch. Welche Muster im Hochsommer wirklich laufen, liest du parallel in unserem Guide zu Terrestrials und Sommerfliegen.

Das richtige Schuhwerk fürs Wet Wading

Zur Grundausstattung gehören ordentliche Schuhe. Stimmen Stabilität und Bodenhaftung, musst du dich nur noch auf den Wurf konzentrieren. Die Traktion, die ein Watschuh im Wasser liefert, erreicht kein Wanderschuh und keine Sandale, die wir je probiert haben. Früher war das Gewicht ein Argument gegen den Watschuh – das hat sich erledigt, wie an den aktuellen Wading Boots deutlich wird. Auch lange Anmärsche sind damit kein Thema mehr.

Der leichte Wet-Wading-Watschuh

Mit dem Pro Approach hat Orvis eine echte Wet-Wading-Lösung gebaut. Der Schuh ist deutlich leichter und sportlicher als ein klassischer Watschuh und trocknet dank atmungsaktivem Material schnell. Die Watsocken-Funktion ist integriert, Kies und Sand bleiben besser draußen als bei niedrigen Modellen. Wie schon der große Bruder läuft er auf der bewährten Michelin-Sohle mit sehr guter Traktion. Die Hiker-Variante geht noch einen Schritt weiter, wenn der Weg zum Spot länger und steiler wird.

Füßlinge und Watsocken

In den Watschuh steigst du idealerweise mit Füßlingen. Es gibt sie in verschiedenen Materialien wie Neopren oder Yulex. Wir nehmen gerne die Variante mit Gravel Guards: Diese Manschette hält Steinchen und Sand draußen und verringert den Abrieb deutlich. Der Socken wird über den Schuh geschlagen und mit dem Metallhaken an den Schnürbändern oder am D-Ring des Watschuhs fixiert. Ob darunter noch etwas getragen wird, ist Geschmackssache – nötig ist es nicht. Wer mehr Polsterung mag, fährt mit Wollsocken gut, die von Natur aus wasserabweisend sind.

Tipp zur Passform

Wading Socks sind meist dünner als die fest angenähten Füßlinge einer Wathose. Probiere deine Wet-Wading-Kombination vor dem Kauf an. Oder du entscheidest dich gleich für ein zweites Paar Schuhe – mit Wollsocken gleichst du den Platz im Zweifel aus.

Wet-Wading-Hosen: kurz oder lang

Je nach Gewässer entscheidest du dich zwischen kurzer und langer Hose. Sind die Spots frei zugänglich, ist die Shorts erste Wahl – und ein Sprung ins kühle Nass zur Abkühlung kein Problem. Führt der Weg durch Büsche, Brennnesseln oder durch Mückengebiet, ist uns die lange Hose lieber. Wichtig bei beiden: schnell trocknend, bequem und genug Bewegungsfreiheit. Die Tropic-Comfort- und BugStopper-Modelle bringen zusätzlich UV- und Insektenschutz mit.

Sonnenschutz-Shirts zum Fliegenfischen

Beim Oberteil greifst du zum synthetischen, schnell trocknenden Shirt. Langärmelige Hemden sind bei vielen Fliegenfischern beliebt, weil sie Sonnenschutz, Mückenschutz und hohe Atmungsaktivität verbinden – alles, was am heißen Sommertag zählt. Wer die Arme frei haben will, deckt mit Schlauchschal und Sun Gloves nach (weiter unten).

Fliegenfischer im Sonnenschutz-Shirt beim Wet Wading

Sun Hoodies für lange Tage am Wasser

Wird der Sonnenschutz zur Hauptsache, ist ein Sun Hoody die bequemste Lösung: Kapuze über die Cap, Daumenlöcher über die Handrücken, fertig. Die SolarFlex- und BugStopper-Hoodies von Simms und die Capilene-Sun-Modelle von Patagonia bleiben auch am Mittag angenehm und sparen dir das ständige Nachcremen.

Zum Abendsprung kühlt es oft ab und die Mücken werden aktiv. Für diese Situation ist die ULBC Tactical Jacke von Guideline der richtige zweite Layer.

Sonnenschutz für Hals, Gesicht und Hände

Wenn die Sonne runterbrennt, schützt ein Schlauchschal Hals und Gesicht – und hält nebenbei die Mücken ab. Die Sun-Gloves-Handschuhe decken den Bereich ab, den viele vergessen: die Handrücken, die beim Werfen stundenlang in der Sonne liegen. Zusammen mit Cap und Polbrille hast du den Kopfbereich komplett abgedeckt.

Wet Wading Ausrüstung zum Fliegenfischen im Sommer

Caps und Hüte für heiße Tage

Brennt die Sonne, muss der Kopf vor Überhitzung geschützt werden. Trucker-Cap oder Hut sind Pflicht, der Schlauchschal aus dem vorigen Abschnitt ergänzt nach unten.

Taschen, Westen und Lanyards

Kommt das Sommergewitter oder gibst du beim Drill der großen Forelle keine Acht auf die Wassertiefe, willst du die Ausrüstung trocken wissen. Unsere Slings und Rucksäcke bieten Platz für das Wesentliche inklusive Regenjacke und Trinkflasche.

Bei heißem Wetter sind Hüft- und Brusttaschen praktisch – gerade wenn du nur kurz am Wasser bist und mit minimaler Ausrüstung auskommst.

Ob wasserabweisender Sling oder wasserdichte Hüfttasche, hängt von deinen Anforderungen ab.

Leichte Fliegenwesten sind ebenfalls perfekt fürs Wet Wading: schneller Zugriff auf Werkzeug, Fliegenbox und Co.

Ultra-minimalistisch bist du mit einem Lanyard unterwegs.

Apropos Trinkflasche

Bei Hitze ist genug Flüssigkeit Pflicht. Die Rambler-Flaschen von Yeti halten das Getränk kühl, und die Größen 18oz und 26oz passen in die Flaschenhalter der Taschen.

Polarisationsbrille zum Fliegenfischen

Mit den Polbrillen von Costa wird das Fischespotten zum Kinderspiel. Bei wolkenlosen Bedingungen greifst du zu kupferfarbenen Linsen, in der Dämmerung hellen gelbe Gläser nochmal ordentlich auf – so hast du fast bis Sonnenuntergang Sicht ins Wasser. Wir führen verschiedene Rahmenformen und Größen, da ist die passende für dich dabei.

Häufige Fragen zum Wet Wading

Was ist Wet Wading beim Fliegenfischen?

Wet Wading heißt: Du watest ohne Wathose, in schnelltrocknender Hose, Watsocken und Watschuhen. Bei warmem Wasser und Lufttemperaturen ist das angenehmer als atmungsaktives Neopren und reduziert die Ausrüstung aufs Wesentliche.

Ab welcher Temperatur lohnt sich Wet Wading?

Eine feste Grenze gibt es nicht – entscheidend ist die Wassertemperatur und wie lange du im Wasser stehst. Im Hochsommer an unseren Alpenflüssen ist Wet Wading ab dem späten Vormittag meist komfortabel. An sehr kalten Quellflüssen kann es auch im Juli noch frisch bleiben.

Welche Schuhe brauche ich fürs Wet Wading?

Watschuhe mit guter Sohle. Klassische Watschuhe funktionieren mit Füßlingen, leichte Modelle wie der Orvis Pro Approach haben die Socken-Funktion integriert und trocknen schneller. Wanderschuhe oder Sandalen bieten im Wasser deutlich weniger Halt.

Brauche ich beim Wet Wading Watsocken?

Ja. Watsocken polstern den Schuh, halten mit Gravel Guards Steinchen draußen und schützen vor Abrieb. Sie sind meist dünner als die Füßlinge einer Wathose – die Schuhgröße deshalb mit Socke anprobieren.

Wie schütze ich mich beim Sommer-Fliegenfischen vor der Sonne?

Langarm-Sonnenshirt oder Sun Hoody, Schlauchschal für Hals und Gesicht, Sun Gloves für die Handrücken, dazu Cap und Polbrille. So ist der Großteil der exponierten Haut abgedeckt, ohne dass du ständig nachcremen musst.

Fazit

Wet Wading macht das Sommer-Fischen leicht: Watschuhe und Watsocken für sicheren Stand, schnelltrocknende Hose, Sonnenschutz von der Cap bis zu den Sun Gloves – und eine Polbrille, um die Fische zu sehen. Wer den Sommer gleich zur mehrtägigen Tour ans Wasser macht, findet in unserem Beitrag zu Fliegenfischen unterwegs mit dem Camper Anregungen für die Reise. Wenn du bei Größen oder Kombination unsicher bist, schreib uns oder komm im Laden vorbei. Klejch Fly Fishing & Outdoor ist das älteste Fliegenfischen-Fachgeschäft Wiens, wir stellen dir die passende Sommer-Ausrüstung gerne zusammen.

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